Der BVSA trauert um Axel Straube

Samstag, 27. Mai 2017

Der BVSA trauert um Axel Straube // ® BVSA

Der BVSA trauert um Axel Straube

Die Basketballgemeinschaft trauert um Axel Straube, der am 15. Mai 2017 unerwartet im Alter von 74 Jahren verstarb. Sein Name ist eng mit der Basketballgeschichte in den neuen Bundesländern verknüpft. So konnte er Erfolge sowohl als Spieler wie auch als Trainer vorweisen.

Mit diesem Nachruf möchten wir das sportliche Leben des Axel Straube noch einmal Revue passieren lassen und in Erinnerung behalten.

Frühe sportliche Karriere und internationale Erfolge

Axel Straube wurde 1942 in Wettin im heutigen Saalekreis geboren. Er besuchte die Sportschule in Halle und gehörte dort zu den ersten Jahrgängen überhaupt. Er entdeckte seine Leidenschaft für das orangefarbene Leder und wechselte frühzeitig in die Sportart Basketball. Nach dem Ende seiner Schullaufbahn studierte er Sportwissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle, mit dem Ziel Lehrer zu werden.

Axel Straube konnte bereits als Jugendlicher Erfolge im Basketball verbuchen. So spielte er in den ersten leistungsorientierten Jugendmannschaften des SC Chemie Halle (dem heutigen SV Halle e.V.). Dort traf er auf weitere, noch heute namenhafte Teamkollegen wie Volkhard Uhlig, Sigfried Danzke, Fritz Franke und Gerd Pelzl unter Leitung von Trainer Leo Hübner.

Zusammen mit seiner Mannschaft konnte er zahlreiche DDR-Meistertitel im Jugend- und Herrenbereich feiern. Insgesamt bestritt er 40 offizielle Länderspiele für den Deutschen Basketball Verband der DDR (DBV). Im Jahre 1953 erreichte Straube mit dem Team den sechsten Platz bei der Europameisterschaft in Wroclaw. Auch bestritt er Spiele für die Olympiaqualifikationen sowie den Europa Cup.

Als Spieler zeichnete sich Axel Straube durch seine große Einsatzbereitschaft und seine gute Defense-Leistung aus. Bereits im Jahre 1966 wurde er für seine erzielten sportlichen Leistungen mit dem Titel „Meister des Sports“ der DDR ausgezeichnet.

Wechsel auf die Trainerbank

Im jungen Alter von nur 23 Jahren wechselte er auch an den Spielfeldrand und übernahm 1965 die Herrenmannschaft des SC Chemie Halle als Trainer. Unter seiner Leitung konnte er das Team ständig in den vorderen Rängen bei den Meisterschaften platzieren und auch den Meistertitel des DBV gewinnen.

Aufgrund dieser Erfolge wurde Straube später als Co-Trainer zur Herren-Nationalmannschaft berufen.

Spätere Jahre als Spielorganisator und Multiplikator

In Folge einer beginnenden chronischen Krankheit musste er frühzeitig die aktive Trainertätigkeit beenden. Er arbeitete daraufhin bis 1990 im Bereich Spielorganisation sowie in der Aus- und Weiterbildung von Trainerinnen und Trainern. Auch als Mitautor von Lehrbüchern war er tätig und machte so sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrungen anderen Sport- und Basketballbegeisterten zugänglich.

Er beendete seine Tätigkeit für den halleschen Basketball mit dem Wohnortwechsel nach Leipzig in den frühen 90er Jahren.

Noch vor wenigen Wochen traf man Axel bei den Bundesligaspielen der Halleschen Damen. Wir werden Axel Straube als Menschen und Wegbegleiter des Basketballsports in Erinnerung behalten.

Der Vorstand und Mitarbeiter des BVSA

* Der Text ist auf Basis der inhaltlichen Zuarbeit der sportlichen Vita von Axel Straube durch Gunther Schmidt entstanden. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die Zuarbeit und die Recherche. Die Ausformulierung des Textes erfolgte durch Philipp Streit.

Tags: Szene News Blog Übersicht

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