#dunkbar - Nr. 2: Ehrenamt in Aschersleben von der Pike auf

Sonntag, 01. April 2018

#dunkbar - Nr. 2: René Stephan

Auch in der zweiten Ausgabe von #dunkbar wird Euch BVSA-Freiwilligenkoordinator Franz Bender in Form eines kurzen Interviews einen Ehrenamtlichen vorstellen. Wir möchten so einen weiteren Teil zur Anerkennungskultur des Ehrenamts im Verband beisteuern und Euch Personen näherbringen, die Ihr vielleicht noch nicht persönlich getroffen habt oder die Euch nur aus Spielberichten, dem Saisonheft oder E-Mail-Listen bekannt sind. Außerdem wird #dunkbar auch Einblicke in die unterschiedlichsten Aufgabenfelder von Ehrenamtlichen gewähren. Gerne können Personen für diese Kategorie bei der BVSA-Geschäftsstelle vorgeschlagen werden.

In der zweiten Ausgabe von #dunkbar wird René Stephan aus Aschersleben vorgestellt.

#dunkbar-Kurzportrait: René Stephan // © BVSA

Wie bist Du zu Deinem Ehrenamt gekommen? Wer hat Dich angeworben?

"Ich stamme ursprünglich aus Aschersleben und habe mit 14 Jahren angefangen Basketball zu spielen als die Tigers noch VFB Aschersleben hießen. Herr Havlitschek hatte mich für damals den Basketball begeistert und in die Vereinsmannschaft aufgenommen. Kurze Zeit später habe ich mir den Arm gebrochen und fand mich am Kampfrichtertisch wieder (lacht). Das ist jetzt schon 24 Jahre her. 2007 übernahm ich dann im Verein organisatorische Aufgaben und bin seit 2011 auch im Vorstand und als Kassenwart für die Tigers tätig."

Wie sieht Dein Ehrenamt aus? Aus welchen Aufgaben setzt es sich zusammen?

"Aktuell habe ich die Verantwortung für die Spielorganisation. Alles was so vor dem Spiel anfällt, versuche ich so gut es geht vorzubereiten. Vom Aufbau der Technik, über das Equipment für das Kampfgericht, bis hin zur Begrüßung und Einweisung der Schiedsrichter. Meistens schreibe ich auch noch die Spielberichtsbögen. Egal, ob es ein Punktspiel der Jugendlichen ist oder Spiele der ersten Mannschaft in der Regionalliga. Die Ausbildung von Jugendlichen für die Kampfrichtertätigkeit sowie das Scouting machen mir besonders viel Spaß. Abseits der Sporthalle kümmere ich mich um die Buchhaltung oder schreibe Sponsorenverträge."

Wie viel Zeit investierst Du für Deine ehrenamtlichen Tätigkeiten?

"Da ich werktags beruflich bis 17:30 Uhr unterwegs bin, versuche ich, sämtliche Aufgaben am Wochenende zu erledigen. Für ein Heimspiel in der Regionalliga kommt man schnell auf sechs bis sieben Stunden. Ab und zu fällt auch werktags was an, wie die eine oder andere Überweisung. Aber die meisten Sachen lassen sich ja auch telefonisch regeln. Als Kassenwart sitze ich, wenn der Monatsabschluss ansteht, auch mal bis abends 23 Uhr am Schreibtisch. In der Summe komme ich auf ca.15-20 Stunden pro Woche. In der Off-Season wird es dann wieder etwas ruhiger, aber da laufen ja eigentlich auch schon wieder die Vorbereitungen für die kommende Saison (lacht)."

Was macht Dir Spaß und was ärgert Dich?

"Die Arbeit mit jungen Leuten macht mir großen Spaß und hält vor allem auch den Geist fit (grinst). Das ist hilfreich in meinem Job, wo ich unter anderem Jugendliche ausbilde und versuche, ihnen Verantwortung beizubringen. Besonders viel Anerkennung bekommt man als Ehrenamtlicher leider nicht so oft, aber das ist nun mal so. Als ärgerlich empfinde ich fehlendes Verantwortungsbewusstsein. Beispielsweise wenn einer der Kampfrichter einfach nicht erscheint. Das kam neulich erst vor und dann musste ich zusätzlich als Zeitnehmer einspringen."

BVSA-Freiwilligenkoordinator Franz Bender im Interview mit René Stephan. Bei einer Tasse Kaffee lässt es sich gut plaudern. // Foto: BVSA

Was machst Du eigentlich abseits des Basketballfeldes?

"Ich arbeite als Sachbearbeiter in der Verwaltung des Steinke Orthopädie-Centers in Halberstadt. Zuständig bin ich für orthopädische Versorgung und Orthopädieschuhtechnik. Neben meiner großen Leidenschaft für den Basketball schaue ich auch gerne mal die Fußball-Bundesliga oder die 3. Liga."

Warum Basketball? Oder könntest Du Dir eine ehrenamtliche Tätigkeit auch in einem anderen Genre vorstellen?

(grübelt)..."Das ist schwierig zu beantworten. Für mich hat Basketball schon immer einen wichtigen Platz eingenommen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das in einer anderen Sportart zu machen. Den Ausschlag gibt für mich eben die Arbeit mit den Kids. Der beste Jungbrunnen, den es gibt".

Wenn Du einen Wunsch für den Basketballsport in Sachsen-Anhalt frei hättest, wie würde dieser lauten?

"Als erstes wünsche ich mir, dass alle Fans, Spieler, Verantwortliche und Helfer gesund bleiben. Denn das ist das Wichtigste im Leben! Nach den veränderten Förderrichtlinien in Sachsen-Anhalt wird es für den Basketball nicht leichter. Ich würde mir wünschen, dass der Basketball wieder mehr in den Mittelpunkt rückt. Anstelle der Bewertung anhand von Medaillen, wären mir andere Kriterien lieber."

Was wünschst Du dir vom BVSA?

"Gute Frage (lacht) - die SR-Problematik macht mir etwas Sorgen, aber das ist ja hinreichend bekannt. Die Kommunikation im BVSA läuft wirklich gut, gerade die Unterstützung von Carsten Straube und Thomas Schaarschmidt ist vorbildlich. Ich sehe da nicht viel Verbesserungspotenzial. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verband."

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